Reitunterricht

Die Kinder lieben "ihre" Ponys, das kann man sehen Vor jeder Reitstunde müssen die Reitererinnen und Reiter ihre Pferde von der Koppel holen, putzen, trensen und satteln. Hier erfahren sie schon viel darüber, wie sich Pferde verhalten und wie man ihre Aufmerksamkeit, z.B. beim Hufeauskratzen erlangt. Das Putzen und Satteln wird selbstverständlich bei den kindern am Anfang von uns betreut.

Der Reitunterricht findet in kleinen Gruppen mit vier bis sechs Reiterinnen und Reitern statt, sodass keiner nur “mitläuft”. Am Anfang reiten die Änfänger ohne Sattel, um Gleichgewicht und Gefühl für das Pferd und den eigenen Körper zu erlangen. Solange ohne Sattel geritten wird, reiten  sie am losen Zügel, damit sie sich nicht am Zügel festhalten und Gleichgewichtsprobleme auf das Pferdemaul übertragen werden.

So können wir uns auf einen unabhängigen Sitz konzentrieren. Unsere Pferde lassen sich alle problemlos am losen Zügel reiten, so das niemand in Gefahr gebracht wird.

Haben die Reiter/innen eine gewisse Sicherheit erlangt, steigen wir auf das Reiten mit Sattel um. Das geht in der Regel schnell, da die vorher erlernte Sicherheit hilft. Wer im Sattel sicher und losgelassen in jeder Gangart sitzen kann, der lernt das Parelli-system kennen und wir erarbeiten von Level 1-4 vom Boden und aus dem Sattel die Dinge die Pferd und Reiter/in gerade brauchen und steigen stück für Stück in den Leveln auf.

Bei all dem steht das Verständnis zum Pferd, die Freude von Pferd und Reiter und die Sicherheit des Reiters im Vordergrund. Zwischendurch werden die Praxisstunden mit Theorie (Haltung, Fütterung, Theorie des Natural Horsemenship, Grundlagen des Dressurreitens etc.) und den Umgang mit dem Pferd aufgelockert, sodass ein umfassendes Wissen vermittelt wird. Alle Lektionen und Übungen lehren wir auf den Grundlagen des NHS und den Lehren von PK. (siehe “Natural Horsemanship” und “unsere Lehrer”). So wird das Reiten ein Spiel und die Hilfen unsichtbar und leicht.
Wer ein eigenes Pferd oder Pony hat, kann gerne mit ihm gemeinsam, am Unterricht teilnehmen.

Natural Horsemenship

Die Lehre von Pat Parelli ist die Grundlage unserer Arbeit mit den Pferden. Wir “arbeiten” mit unseren Pferden in den Vier Savvys.

On Line bedeutet am langen Führseil.Wir bauen eine Komunikation auf (z.B. als Vorbereitung auf das Reiten bei jungen Pferden, um Probleme zu lösen oder Neues erst am Boden zu lehren).

Liberty sehen wir als Test, ob wir eine gute Komunikation aufgebaut haben, da wir kein Seil benutzen und das Pferd einfach weglaufen könnte.  Wenn das Pferd Liberty bereit ist, sich gymnastizieren zu lassen, ist es wirklich in innerer balance, es stützt sich nicht mehr gegen ein Seil oder andere Hilfsmittel (Siehe Gymnastik at Liberty).

Im freestyle Reiten bauen wir die Komunikation auf dem Pferderücken auf, ohne die Zügel permanent zu gebrauchen. Wirlehren jungen Pferden den Reiter mit auszubalancieren ohne sich am Zügel abzustützen. (siehe Westernreiten und Ausreiten).  Du solltest relativ bald (nach 3-4 Wochen) mit dem Finessreiten beginnen, um dem Pferd zu helfen die Hinterhand zu benutzen.

Beim finesse Reiten, meistens mit Trense, gebrauchen wir die Zügel um dem Pferd eine “Form” zu geben, zum Beispiel Biegung, Aufrichtung und um das Gewicht/die Balance Richtung Hinterhand zu verschieben (siehe Dressurreiten und Springreiten). Unsere Pferde  sind damit einfach glücklich und gut “geformt”.

Westernreiten

Wir lehren auch Elemente aus den Disziplinen Reining und Trail, wo es auf die Genauigkeit, Unerschrockenheit und Gelassenheit des Pferdes ankommt.
In einer Reining werden Stops, Wechsel, Galoppzirkel und Rollbacks am losen Zügel geritten, was als Abwechslung für Pferd und Reiter gut angenommen wird.
Im Trail werden nachgestellte Geländehindernisse zum “Spielparcour” und wir bewältigen sie in verschiedenen Gangarten. So bleiben wir und unsere Pferde mental und physisch flexibel.

Ausreiten

Viele Reiter möchten eigentlich nur Ausreiten. Wenn ihre Fähigkeiten soweit geschult sind, dass sie das Pferd und sich “im Griff” haben, reiten wir gerne in unser wunderbares Gelände aus. In der Abteilung ohne Überholmanöver versteht sich. So wird es ein harmonischer Ritt für das Pferd und den Reiter.

Quadrillenreiten

Quadrillen-Stunden sind eine willkommene Abwechslung und bringen Gruppendynamik, Vertrauen zu anderen Reitern und ganz viel Spaß ins Spiel; denn hier sind alle verantwortlich für einen gelungenen Ritt.

Gymnastik at Liberty

Wir bereiten euch und die Pferde an der Hand auf gymnastische Übungen at Liberty vor, z.B. Biegung, Dehnungshaltung und vieles mehr.
At Liberty bedeutet, dass du ohne Seilverbindung mit deinem Pferd kommunizierst, und dein Pferd  WILL. Dies wird ab Ende Level 2 sinnvoll, und es macht so viel spaß, dass man richtig süchtig werden kann.

Dressurreiten

Das Reiten von Dressurlektionen ist ein großer Bestandteil unserer Arbeit mit den Pferden.  Eine feine Zügelverbindung ist uns wichtig und eine vertikale Biegung ohne Einrollen. Wir erklären dem Pferd die Bedeutung der Zügelhilfen, wie es den Unterkiefer lockern kann und das es seinen Kopf und Hals selber tragen muß.  Die Balanceverschiebung Richtung Hinterhand ist dann schon eine natürliche Folge, weil das Pferd den ganzen Schulterbereich anhebt. Seitengänge wie Travers, Renvers, Schulterherein, Conterschulterherein nutzen wir als sinnvollen Weg das Pferd gerade zu richten, spanischen Schritt, um Piaffe und Passage vorzubereiten.Viele dieser Dinge bereiten wir am Boden vor und bauen eine Komunikation auf, so dass es dem Pferd leichter fällt, die Lektionen, unter dem Reiter auszuführen.

Springreiten

Wenn wir einen Parcours erarbeiten, dann üben wir erst an Stangen, Cavalettis und später dann einzelne Oxer oder Steilsprünge. Nach einiger Zeit können wir dann mehrere Hindernisse aneinander reihen und haben schon einen kleinen Parcours. Es ist uns wichtig das die Pferde nicht Emotional werden und anfangen zu rennen. Springen ist ein Teil der Gymnastik und sollte keinen Stress hervor rufen. Ein Pferd in jeder Situation zu stoppen und rückwärts zurichten, erfordert eine große Kontrolle über das Pferd und funktioniert natürlich nur, wenn das Pferd im Gleichgewicht ist (emotional und physisch) und der Reiter die Situation gut meistert. Eben das ist unser Ziel beim springen.